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Selbst katheterisieren mit »SIMPLYCATH®«

Wie Sie Komplikationen beim Selbstkatheterisieren verhindern können

Die unsachgemäße Handhabung des Einmal-Katheters bei der intermittierenden Selbstkatheterisierung kann bei Ihnen schwerwiegende und schmerzreiche Komplikationen auslösen:

  • Das Berühren der Katheterspitze durch Abrutschen der Spitze oder Anfassen des Katheters erhöht das Infektionsrisiko. Harnwegsinfektionen können die Folge sein.
  • Unvorsichtiges Einführen des Katheters führt häufig zu Verletzungen der Harnröhre. Wenn der Katheter die Harnröhre durchstößt und ins Weichteilgewebe eindringt, spricht man vom Via-Falsa-Syndrom.
  • Wenn Sie den Katheter zu früh herausziehen, wird die Blase nur unvollständig entleert. Restharn bleibt zurück, ein idealer Nährboden für Bakterien und Keime.

Autonome Dysreflexie (AD)

Bei Menschen mit einer Querschnittslähmung oberhalb des 6. thorakalen Rückenmarksegmentes (zum Teil auch bis zum 9.) kann es zu einer Autonomen Dysreflexie (AD) kommen. Die häufigste Ursache ist eine übervolle Harnblase, ausgelöst zum Beispiel durch eine unzureichende Entleerung, verstopfte oder abgeknickte Katheter, Harnwegsinfektionen sowie Blasensteine.

Auch andere Organe, wie die Gallenblase, der Magen oder Darmanteile, können infolge Überdehnung zu einer autonomen Dysreflexie führen. Der Körper reagiert eigenständig auf eine Reizung unterhalb der Querschnittslähmung mit einer Engstellung der Gefäße. Es kommt dadurch zu einem starken Anstieg des Blutdrucks, der lebensbedrohliche Komplikationen wie Hirnblutungen oder schwere Herzrhythmusstörungen, im schlimmsten Fall den Tod zur Folge haben kann.

Anzeichen für eine autonome Dysreflexie:

  • klopfende Kopfschmerzen
  • starkes Schwitzen
  • gerötete, überwärmte Haut oberhalb der Querschnittslähmung
  • Gänsehaut
  • Zittern, Angst
  • verschwommenes Sehen ("Schleier vor den Augen")
  • verstopfte Nase
  • Engegefühl in der Brust
  • unregelmäßiger Herzschlag
  • Atembeschwerden

Die Therapie besteht zu allererst in der Beseitigung der Ursache, zum Beispiel in der dauerhaften Senkung des erhöhten Blaseninnendrucks um eine autonome Dysregulation zu vermeiden.


Was Sie unbedingt beachten sollten

Wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren behandelnden Arzt, wenn

  • Ihr Urin getrübt oder blutig ist oder übel riecht. Eine Entzündung kann die Ursache sein.
  • Sie Schmerzen in der Blase oder im Hodensack haben. Auch dies kann ein Anzeichen für Entzündungen sein.
  • Sie erhöhte Temperatur, Harndrang und Rückenschmerzen haben. Es könnte sich um einen behandlungsbedürftigen Infekt handeln.
  • Sie querschnittsgelähmt sind und bei Ihnen die unter "Autonome Dysreflexie" genannten Symptome aufgetreten sind.

Weitere Hinweise erhalten Sie von Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrem Pflegepersonal.

Hinweis: Die auf dieser Seite enthaltenen Informationen sind allgemeiner Art. Unter speziellen Bedingungen, die von der individuellen Situation des jeweiligen Patienten abhängig sind, können durchaus abweichende Anweisungen zu beachten sein. Ihr behandelnder Arzt bzw. Ihre Pflegekraft wird Sie gerne darüber informieren.

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