×
+49 (0) 40 / 713 007-0
UROMED Kurt Drews KG
Meessen 7 / 11
D-22113 Oststeinbek
Kontaktdaten speichern
Selbst katheterisieren mit »SIMPLYCATH®«

Eine gestörte Blasenfunktion hat viele Ursachen

Eine Harnblase kann nur dann ungestört Urin speichern und sich entleeren, wenn die Funktion zentraler und peripherer Nervenstrukturen intakt ist. Krankhafte Veränderungen im Nervensystem, im Gehirn und Rückenmark, bedingen oft eine gestörte Blasenfunktion. Nebenwirkungen von Medikamenten oder Alkoholmissbrauch können ebenfalls zu einer gestörten Blasenfunktion führen.

Bei Blasenfunktionsstörungen unterscheidet man in

Weiter unterscheidet man in primäre und sekundäre (=symptomatische) Störungen:

  • Primäre Störungen liegen im Bereich der Blasenmuskulatur (Detrusor) und/oder im Bereich des inneren und äußeren Blasenschließmuskels.
  • Ursachen für sekundäre Blasenfunktionsstörungen sind Erkrankungen, degenerative Veränderungen, Unfälle, Operationen.

Neurogene Blasenfunktionsstörungen

Neurogene Blasenstörungen liegen vor, wenn die Ursache der Fehlfunktion auf einer Schädigung des Nervensystems beruht. Meistens führt dabei die Unterbrechung motorischer und sensorischer Nervenbahnen im Rückenmark zu einer gestörten Speicher- und Entleerungsfunktion der Harnblase. Lesen Sie hier mehr zu neurogenen Blasenstörungen ...


Blasenfunktionsstörungen durch Traumata

Die Blase und die proximale Harnröhre liegen geschützt im kleinen Becken und sind dadurch vor Verletzungen gut geschützt. Die Entstehung einer Blasenruptur durch stumpfe Gewalteinwirkung ist weitgehend abhängig vom Füllungszustand der Blase. Bei prall gefüllter Blase kommt es zu Längsrissen am Blasenscheitel oder an der Hinterwand mit gleichzeitiger Zerreißung des Peritonealüberzugs (Bauchfell). Man spricht dann von einer intraperitonealen Ruptur. Die Folge sind heftige Unterbauchschmerzen.

Zu sekundären Blasen- oder Harnröhrenverletzungen kann es bei Beckenfrakturen kommen. Ursachen können Verletzungen der Blase durch Knochenstücke sein oder der Abriss der Harnröhre. Hierbei handelt es sich meist um extraperitoneale Rupturen der Vorder- und Seitenwand der Blase. Es kommt zu Blutungen aus der Harnröhre und einem überfallartigen, plötzlich auftretenden, zwingenden Drang, Urin lassen zu müssen. Achtung: Bei der extraperitonealen Form werden die Symptome häufig durch das Beschwerdebild der Beckenfraktur verschleiert.

Die Therapie richtet sich nach der Größe der Blasenläsion. Bei kleineren Läsionen genügt eine Drainage mittels Blasenkatheter über ein bis zwei Wochen. Größere Läsionen erfordern ein operatives Vorgehen.