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Ein Bandscheibenvorfall verursacht nicht nur Rückenschmerzen …

Eine Bandscheibe ist eine etwa 4-6 mm dicke Knorpelscheibe zwischen zwei benachbarten Wirbelkörpern. Sie besteht aus einem weichen Gallertkern (Nucleus pulposus), der als Puffer zwischen den Wirbelkörpern liegt und von einem Ring aus Faserknorpel gehalten wird. Die Bandscheibe ist verformbar und elastisch. Sie erlaubt dadurch eine gewisse Beweglichkeit zweier benachbarter Wirbelkörper und federt Belastungen ab. Längsbänder, die an der gesamten Wirbelsäule von oben bis unten und rundherum angewachsen sind und fest umspannend aufliegen, halten die Bandscheiben im Zwischenwirbelraum.

Bei einem Bandscheibenvorfall, auch Bandscheibenprolaps genannt, verliert der Knorpelring so viel von seiner Festigkeit, dass er sich unter dem Druck des Körpergewichtes nach außen vorwölbt und sogar die faserige Hülle durchbrechen kann. Die Gallertmasse tritt in den Wirbelkanal aus und drückt auf die dort verlaufenden Nervenwurzeln.


Wenn der Schmerz bis in Arme und Beine ausstrahlt ...

Ein Bandscheibenprolaps äußert sich zumeist mit Rückenschmerzen. Die Schmerzen können auch in andere Körperregionen ausstrahlen. Am häufigsten sind Bandscheibenvorfälle in der Hals- und Lendenwirbelsäule zu finden, die Brustwirbelsäule ist eher selten betroffen.

Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule (HWS)

Der Nackenschmerz ist das Hauptsymptom eines Bandscheibenvorfalls in der Halswirbelsäule. Er kann einseitig oder beidseitig auftreten und strahlt oft in die Schulter oder zwischen die Schulterblätter aus. Weitere Symptome sind Muskelverhärtungen in der Schulter, Kopfschmerzen und Schwindel.

Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule (LWS)

Treten dauerhaft Schmerzen im unteren Rücken auf, kann das auf einen Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule hinweisen. Die Schmerzen können in die Beine ausstrahlen und lassen in der Regel nach, wenn man das Bein anwinkelt.

Der Bandscheibenprolaps im LWS-Bereich führt oftmals zu einer Blasenentleerungsstörung. In der Mitte des Lendenwirbelkanals verlaufen die Nervenwurzeln für die Schließmuskeln der Harnblase und des Darms. Werden sie stark zusammengedrückt und dadurch zunehmend geschädigt, kann es zu unvollständigen Blasenentleerungen und Harnträufeln kommen. Es besteht eine sehr dringende Operationsnotwendigkeit, um eine dauerhafte Blasenlähmung zu vermeiden.


Auf Alarmsymptome achten!

Wenn Sie unter

  • Lähmungserscheinungen,
  • Taubheitsgefühlen,
  • unerträglichen Schmerzen oder
  • Blasen- und Darmstörungen

leiden, sollten Sie unbedingt sofort einen Arzt aufsuchen. Gerade nachlassende Schmerzen bei fortschreitenden Lähmungserscheinungen sind immer ein Alarmsignal, denn die schmerzleitenden Fasern Ihrer Bandscheibe sind dann bereits zerstört. Neben den erwähnten Symptomen können auch Gangstörungen bis hin zur Querschnittslähmung auftreten.


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