Erkrankungen A-Z

Viele Erkrankungen können zur Folge haben, dass im weiteren Krankheitsverlauf der Einsatz eines Katheters nötig wird. Bei einem Bandscheibenvorfall im Lendenbereich kann es beispielsweise zu Blasenentleerungsstörungen kommen. Die unvollständig entleerte Blase kann mit Hilfe eines Katheters geleert werden.

Weitere Erkrankungen, die den Einsatz eines Katheters bedingen können, sind zum Beispiel Prostataerkrankungen, Schlaganfall, Multiple Sklerose, Spina Bifida und eine Querschnittslähmung.


Bandscheibenvorfall

Eine Bandscheibe ist eine etwa 4-6 mm dicke Knorpelscheibe zwischen zwei benachbarten Wirbelkörpern. Sie erlaubt eine gewisse Beweglichkeit zweier benachbarter Wirbelkörper und federt Belastungen ab. Bei einem Bandscheibenvorfall wölbt sie sich nach außen, tritt in den Wirbelkanal und drückt auf die dort verlaufenden Nervenwurzeln.

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Benigne Prostatahyperplasie (BPH, Prostatavergrößerung)

Bei einem Großteil der Männer kommt es ab etwa dem 50. bis 60. Lebensjahr zu einer gutartigen Gewebewucherung in der Prostata. Das Wachstum der Prostata führt zu einer Einengung der Harnröhre. Die Ausscheidung von Urin wird dadurch erschwert, der Harnstrahl ist abgeschwächt und unterbrochen.

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Multiple Sklerose (MS)

Das Gehirn sendet über Nervenbahnen Signale über das Rückenmark an den Körper und erhält Signale von dort zurück. Die Nerven sind mit einer Schutzschicht aus Myelin umgeben. Wird diese Myelinschicht geschädigt, wird die Signalübertragung gestört. Bei der Multiplen Sklerose finden sich Entzündungsherde im Gehirn und Rückenmark, die zu Schädigungen der Nervenbahnen führen.

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Postatakarzinom

Das Prostatakarzinom ist der zweithäufigste Tumor des Mannes nach dem 50. Lebensjahr. Durch das Wachstum der Prostata wird die Harnröhre eingeengt, es kommt zu erschwertem Wasserlassen und abgeschwächtem Harnstrahl, später zur Bildung von Restharn.

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Querschnittslähmung

Das Rückenmark ist in verschiedene Segmente unterteilt. Jedes Segment ist für die Steuerung bestimmter Muskelgruppen und Organfunktionen verantwortlich. Kommt es zu einer kompletten Durchtrennung oder inkompletten Schädigung eines Rückenmarkquerschnittes können Ausfälle motorischer, sensibler und vegetativer Körperfunktionen auftreten. Die betroffenen Körperabschnitte sind dann gelähmt.

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Schlaganfall

Alle Zellen des Körpers benötigen ständig und regelmäßig Sauerstoff. Dieser gelangt über das Blut zu den Zellen. Die Gehirnzellen sind hoch empfindlich. Wird die Blut- und damit die Sauerstoffzufuhr unterbrochen, sterben hier Nervenzellen sehr schnell ab. Das Ausmaß eines Schlaganfalls ist abhängig von der Größe und Funktion des Hirngebietes, in dem Nervenzellen absterben.

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Spina bifida (offener Rücken)

Wenn sich während der Entwicklung des Embryos im Mutterleib die Bögen der Wirbelsäule das Rückenmark nur unvollständig oder gar nicht umschließen, entsteht ein offener Rücken. Die Anteile des Rückenmarks wölben sich nach außen vor.

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